Kyphoskoliose
rückenwärts gerichtete (= dorsal-konvexe)
Krümmung der Wirbelsäule; ist im Bereich der Brustwirbelsäule in leichter Ausprägung natürlich, dagegen im Hals- u. Lendenbereich stets krankhaft (»Buckel«), z.B. bei Rachitis als frühkindl. »Sitzbuckel« , bei Wirbelkörper-Minderwertigkeit als juvenile oder Adoleszenten-K. (Scheuermann Krankheit ), bei Elastizitätsverlust der Haltemuskulatur u. Degeneration der Bandscheiben als senile oder Alterskyphose ; ferner bei Systemerkrankungen des Skeletts (z.B. Chondrodystrophie, enchondrale Dysostose, Osteoporose oder -malazie) sowie angeboren (bei Halb-, Blockwirbel). Auch Folge einer Osteomyelitis, Wirbeltuberkulose, aseptischen Nekrose der Wirbel (Vertebra plana ), nach Verletzung.
Das gleichzeitige Bestehen einer krankhaften Kyphose (oft durch torsionsbedingten Rippenbuckel nur vorgetäuscht) u. Skoliose der Wirbelsäule, v.a. der BWS, u. dann oft mit starker Brustkorbdeformierung (= »Kyphoskoliosethorax«) u. mit Verminderung der Atemkapazität, Verlagerung des Herzens (u. der Lungenstrombahn) mit pulmonaler Hypertonie, Rechtsherzbelastung u. -hypertrophie (»Kyphoskolioseherz«).