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Muskeldystrophie

Erbkrankheit

bei der strukturelle Bestandteile der Muskelzellen nicht oder nicht richtig gebildet werden, was eine Schwäche der Muskulatur mit Muskelabbau zur Folge hat. Unterschiedliche Formen reichen vom tödlichen Verlauf in der Kindheit bis zu leichten harmlosen Normvarianten mit normaler Lebenserwartung.
Im Blut findet sich meist eine Erhöhung der Eiweiße aus (untergehenden) Muskelzellen. Das Elektromyogramm zeigt sogenannte myogene Veränderungen als Hinweis auf eine direkt im Muskel befindliche Schädigung. In der mikroskopischen Untersuchung einer Gewebsprobe (Muskelbiopsie) kann zwischen den verschiedenen Arten differenziert werden und auch eine - besser behandelbare - entzündliche Muskelerkrankung meistens abgegrenzt werden.
Therapeutische Ansätze (Übertragung gesunder Muskelzellen, Gabe von Cortison oder muskelaufbauende Medikamente) haben bislang das experimentelle Stadium noch nicht verlassen. Verbessern lassen sich die Behinderungen durch ausgewählte orthopädische Operationsverfahren wie durch gezielte krankengymnastische Betreuung.

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